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Rendite

auch: Mietrendite, Bruttorendite, Nettorendite

Verzinsung des in eine Immobilie investierten Kapitals — als Brutto-, Netto- oder Eigenkapitalrendite berechnet.

Die Rendite einer Immobilie misst, wie hoch das eingesetzte Kapital verzinst wird. Im Immobilienmarkt sind drei Renditegrössen gebräuchlich — sie sollten nicht verwechselt werden.

1. Bruttorendite (Bruttomietrendite)

Bruttorendite = Jahresnettomiete ÷ Kaufpreis × 100.

Beispiel: 80-Quadratmeter-Wohnung in Alt-Saarbrücken, Kaufpreis 240.000 Euro, Kaltmiete 720 Euro pro Monat — Bruttorendite = 8.640 ÷ 240.000 × 100 = 3,6 Prozent.

Schnelle Faustzahl, aber ohne Kaufnebenkosten und Bewirtschaftungskosten — daher nur für Erstvergleich brauchbar.

2. Nettorendite

Nettorendite = Reinertrag ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100.

Reinertrag = Jahresnettomiete minus Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Erhaltung, Mietausfall) minus nicht umlagefähige Betriebskosten. Faustformel: Reinertrag rund 75 bis 80 Prozent der Bruttomiete.

Im obigen Beispiel inklusive 10 Prozent Nebenkosten (24.000 Euro) und 22 Prozent Bewirtschaftungsabschlag: Reinertrag 6.740 Euro ÷ 264.000 Euro = 2,55 Prozent.

3. Eigenkapitalrendite

Diese Grösse misst die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals — interessant für fremdfinanzierte Kapitalanlagen.

Eigenkapitalrendite = (Reinertrag minus Zinsaufwand) ÷ Eigenkapital × 100.

Hebelt man die Investition mit günstigem Fremdkapital, können 6 bis 12 Prozent Eigenkapitalrendite entstehen — bei steigenden Zinsen schmilzt dieser Effekt jedoch schnell.

Saarbrücken: Welche Rendite ist marktüblich?

Aus den Saarbrücker Marktdaten 2026 ergeben sich folgende Brutto-Mietrenditen:

  • St. Johann (gehoben): 3,2 bis 4,0 Prozent
  • Mittellagen (Mitte, Burbach, Brebach): 4,2 bis 5,5 Prozent
  • Outlet-Lagen (Malstatt, Folster): 5,5 bis 7,0 Prozent — bei höherem Risiko

Verlässlicher als Schnellrechnungen ist der Vergleich mit dem Liegenschaftszinssatz aus dem Grundstücksmarktbericht.