Die Warmmiete (auch Bruttowarmmiete) ist der Gesamtbetrag, den ein Mieter monatlich an den Vermieter zahlt. Sie setzt sich aus drei Blöcken zusammen: Kaltmiete, kalte Betriebskosten und warme Betriebskosten (Heizung und Warmwasser).
Zusammensetzung im Detail
- Kaltmiete (Nettomiete) – die reine Nutzungsmiete.
- Kalte Betriebskosten – Grundsteuer, Wasser/Abwasser, Müllabfuhr, Hausmeister, Gebäudeversicherung, Aufzug, Allgemeinstrom.
- Warme Betriebskosten – Heizkosten und Warmwasserbereitung (meist als Vorauszahlung, jährliche Abrechnung nach Heizkostenverordnung).
Warum Warmmiete für Mieter entscheidend ist
Die Kaltmiete allein ist kein vollständiger Vergleichsmaßstab: ein energieeffizienter Neubau mit hoher Kaltmiete kann in der Warmmiete günstiger sein als ein schlecht gedämmter Altbau. Die zweite Miete – so heißen die Nebenkosten im Mietervolksmund – kann 3 bis 5 Euro pro Quadratmeter ausmachen.
Energieausweis als Orientierung
Ein Blick in den Energieausweis der Wohnung hilft, die warme Miete abzuschätzen. Gebäude der Effizienzklasse A oder B erzeugen deutlich niedrigere Heizkosten als Klasse F oder G. Gerade bei Saarbrücker Altbauten mit Baujahr vor 1977 kann die Differenz jährlich vierstellige Beträge ausmachen.
Praxis-Tipp
Bei Besichtigungen lohnt sich die Frage nach der letzten Nebenkostenabrechnung. Sie zeigt die realen Verbräuche der letzten Heizperiode und ist der beste Indikator für die tatsächliche Warmmiete.