Die Finanzierung einer Immobilie setzt sich aus Eigenkapital und Fremdkapital (Darlehen) zusammen. Faustregel: mindestens 20 bis 30 Prozent Eigenkapital für Kaufpreis plus Nebenkosten — letztere allein dürfen nicht über das Darlehen abgedeckt werden.
Was muss aus Eigenkapital gedeckt sein?
- Grunderwerbsteuer (Saarland: 6,5 Prozent)
- Notar- und Grundbuchkosten (rund 1,5 bis 2 Prozent)
- Eventuelle Maklercourtage (im Saarland 3,57 Prozent)
- Idealerweise zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises selbst
Annuitätendarlehen — der Standard
Beim Annuitätendarlehen zahlt der Kreditnehmer über die gesamte Zinsbindungsfrist eine konstante monatliche Rate, die sich aus Zinsen und Tilgung zusammensetzt. Mit fortschreitender Tilgung sinkt der Zinsanteil, der Tilgungsanteil steigt. Banken empfehlen aktuell mindestens 2 Prozent Anfangstilgung — bei niedrigen Zinsen eher 3 bis 4 Prozent, um Restschulden zum Zinsbindungsende zu reduzieren.
Förderprogramme
Im Saarland sind insbesondere folgende Förderbausteine relevant:
- KfW-Programm 124 (Wohneigentum) — bis 100.000 Euro mit zinsvergünstigtem Darlehen.
- KfW-Programm 261/262 (Klimafreundlicher Neubau und Sanierung) — für KfW-40- und Effizienzhaus-Standards.
- SIKB (Saarländische Investitionskreditbank) — Landesförderung für junge Familien und energetische Sanierung.
Vorbereitung: Bonitätsunterlagen
Banken prüfen Eigenkapital-Nachweise, Einkommensnachweise (drei Monatsabrechnungen, Selbständige: zwei Steuerbescheide), Schufa-Auskunft und das konkrete Objekt mit Expose, Wohnflächenberechnung und Energieausweis.